Das kalte Mistwetter hält an und damit die Lust auf deftige Küche. Ich würde wirklich lieber meine 100 tollsten Salatrezepte posten, aber wie es aussieht, dauert das noch… Heute gibt es also das Rezept für meinen Zwiebelkuchen, dem eine gute Prise Safran eine besondere Note verleiht.

ZwiebelkuchenIch mache diesen Zwiebelkuchen schon seit bestimmt über 20 Jahren, seitdem ich ihn seinerzeit mal in einem Mittelalterkochbuch entdeckt habe. Das Kochbuch selbst war zwar deutsch, das Rezept aber französisch ‘tarte à l’oignon ou à l’échalotte’. Also bringe in den Zwiebelkuchen quasi nach Hause.

 

 

Zutaten für Meinen Mittelalterlichen Zwiebelkuchen

(Für 4-6 Personen)

Für den Teig benötigt ihr:

  • 200 gr Mehl (ich habe hier halb Weizen, halb Dinkelvollkorn genommen)
  • 100 gr Butter
  • ca. 80 ml kaltes Wasser
  • einen gestrichenen Teelöffel Salz

Für den Belag werden gebraucht:

  • 500 gr milde Zwiebeln oder Schalotten, geschält und in Scheiben
  • 125 gr Bauchspeck in Würfeln
  • 300 gr Frischkäse
  • 1 großes Ei (oder zwei kleine)
  • eine Messerspitze Safran
  • Salz nach Geschmack

Die Zubereitung dauert alles in allem etwa eine halbe Stunde, zuzüglich der Ruhezeit für den Mürbeteig und ca 45 Minuten Backzeit.

Zubereitung

ZwiebelkuchenZuerst bereitet ihr aus den angegebenen Zutaten den Mürbeteig zu. Dazu werden alle Zutaten grob vermischt und mit der Hand ordentlich durchgeknetet, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Aus dem Teig eine Kugel formen, in Frischhaltefolie oder besser noch Beeswaxtücher einschlagen und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Diese Ruhezeit hat übrigens zum Zweck, dass sich die Inhaltsstoffe der Zutaten besser verbinden können und sich somit besser verarbeiten lassen.

ZwiebelkuchenWährend der Teig sich erholt, kann damit begonnen werden, die Zwiebeln oder Schalotten zu schälen und in Ringe zu schneiden. Die Scheiben werden dann etwa 20 Minuten in Salzwasser gekocht und anschließend über einem Sieb abgegossen. Abtropfen lassen.

Frischkäse mit dem Ei verschlagen, Safran einmischen und den gehackten Bauchspeck unterheben. Zum Schluss werden die abgetropften Zwiebelringe unter die Masse gehoben und das Ganze mit etwas Salz abgeschmeckt.

ZwiebelkuchenDer Teig darf jetzt wieder aus der Kälte und wird der gewählten Form entsprechend ausgerollt. Je nachdem, ob die Backform beschichtet ist oder nicht, einfetten oder halt nicht.

Die Teigplatte nun in die Form legen und die Zwiebelmasse gleichmäßig darüber verteilen. Wer noch wegmüssenden Käse hat, kann den als Variante drüber reiben. Muss aber nicht.

Der Zwiebelkuchen in spe kommt nun in den bei 180 Grad vorgeheizten Backofen und darf dort eine gute dreiviertel Stunden schwitzen.

Zwiebelkuchen

 

Durch den zugegebenen Safran schmeckt der Zwiebelkuchen etwas delikater, als man ihn sonst kennt. Dazu passt ein grüner Salat hervorragend und ein schöner Weißwein.

Bon appétit et à bientôt,

Claudia

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